Warnwesten in vielen europäischen Ländern längst vorgeschrieben

In Deutschland ist das Mitführen von Warnwesten noch freiwillig, in vielen europäischen Ländern jedoch längst Pflicht. Darauf weist der KfZ-Versicherer INEAS hin.

Warnwesten in leuchtenden Farben können das Leben eines Autofahrers retten, falls er nach einer Panne sein Fahrzeug verlassen muss. Viele Deutsche, die nach Österreich, Italien, Spanien oder Portugal fahren, führen jedoch keine Warnweste griffbereit im Wagen mit. Dies ist in doppelter Hinsicht ein riskantes Verhalten, da neben der Gefährdung auch Bußgelder von bis zu 600 Euro drohen, wenn die Warnweste nicht mitgeführt wird.

Einige Länderregelungen zur Warnweste im Überblick:

Österreich: Warnwesten müssen bei Pannen auf der Autobahn und auf der Landstraße angelegt werden. Befinden sie sich nicht griffbereit im Wagen, wird eine Geldbuße fällig. Im Kofferraum oder unter dem Gepäck aufbewahrte Westen zählen in den Augen der Polizei nicht.

Italien: Verlässt ein Fahrer nach Unfall oder Panne außerhalb einer geschlossenen Ortschaft sein Fahrzeug ohne Warnweste, muss er mit einem Verwarnungsgeld von mindestens 35 Euro rechnen.

Spanien: Wird die Warnweste nicht getragen, droht eine Buße von bis zu 91 Euro.

Portugal: Hat der Fahrer keine Warnweste dabei, beträgt die Geldbuße bis 300 Euro. Wird sie bei einem Unfall nicht getragen, werden sogar bis zu 600 Euro fällig. Bisher werden diese drastischen Bußen laut ADAC nur bei Fahrern mit portugiesischem Kennzeichen erhoben.

Der Beitrag Warnwesten in vielen europäischen Ländern längst vorgeschrieben wurde am Donnerstag, den 29. Juni 2006 veröffentlicht.

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