Frauen sind Enscheider beim Autokauf

Einen Round Table zum Thema “Auto und Frauen - Mobilitätsanspruch junger Frauen und Mütter” veranstalte der Internetfahrzeugmarkt “Mobile.de” am Freitag, 9. November 2006 in Hamburg. Die Referenten waren Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes, Leiterin des Kompetenzzentrums Frau und Auto, Carola Römer, Römer Motors -Preisträgerin Women’s Award und Carsten Willms, ADAC Verkehrsexperte. Sie beleuchteten das Thema von verschiedenen Seiten.

Prof. Dr. Doris Kortus-Schultes hat an ihrem Institut verschiedene Studien zu dem Thema durchgeführt. Danach ist jedes dritte Auto in Deutschland auf eine Frau zugelassen ist. Bei dieser Zahl sind die Fahrzeuge nicht mit einbezogen, die auf den Mann oder Vater laufen. Im Alter von Mitte 20 hat 95 Prozent der Bevölkerung einen Führerschein. Das gilt für Männer wie für Frauen. Junge Frauen bevorzugen Gebrauchtwagen, Frauen im Alter um 50 Jahre wollen lieber einen Neuwagen fahren. 79 Prozent der befragten Frauen besitzen Klein- oder Kompaktwagen, Kombis oder Limousinen.

Beim Autokauf legen Frauen erhöhten Wert auf die Beratung von einem direkten Ansprechpartner beim Händler. Dennoch nutzen Frauen das Internet zum Preisvergleich und für die Informationssuche. Jede fünfte Frau könnte sich vorstellen, ein neues Gefährt über eine Online-Fahrzeugbörse zu erwerben. Das wichtigste Kriterium für den Erwerb sind ein günstiger Preis und ein gutes Preisleistungsverhältnis.

Diese Erfahrungen bestätigt Carola Römer. Sie stellt in ihrem Betrieb häufig fest, dass Frauen eher nach praktischen, für ihre derzeitige Situation angemessenen Fahrzeugen suchen. In dem Zusammenhang stelle sich häufig heraus, dass auch die Männer ihren Partnerinnen da nichts entgegen zu setzen haben. Die Frauen entscheiden.

Carsten Willms vom ADAC zieht als Resume aus seinen Untersuchungen, dass das weibliche Geschlecht im Straßenverkehr insgesamt weniger auffällig ist. Bei 100 000 gefahrenen Pkw-Kilometern begehen Männer zwischen 18 und 20 Jahren dreimal so viele Verkehrsverstöße wie die gleichaltrigen Frauen. Die Zahlen gleichen sich erst bei einem Alter um 50 Jahre auf einem niedrigen Niveau an. Generell lasse sich sagen, dass Frauen ein weniger aggressives Fahrverhalten haben als Männer und sich auch seltener unter Alkoholeinfluss ans Steuer setzen, erklärte Willms.

Es gibt allerdings einen Punkt beim Autofahren, der nur das weibliche Geschlecht betreffe, das Fahren während der Schwangerschaft, fuhr Willms fort. Hier sei klarzustellen, dass das Führen eines Fahrzeugs auch während dieser Zeit möglich ist, sofern sich die werdende Mutter dazu gesundheitlich in der Lage sieht. Sie muss im Auto eine korrekte Sitzposition mit dem richtigen Abstand zum Lenkrad einnehmen. Außerdem muss sie sich auch immer mit dem Dreipunktgurt anschnallen. Hierbei muss sie darauf achten, dass der Gurt unterhalb des Bauches geführt wird. Um auch das Ungeborene optimal zu schützen, gibt es ein spezielles Gurtführungssystem für Schwangere. “BeSafe Schwanger” besteht aus einer Sitzauflage mit einem Gurtführungsband. Dadurch ist die sichere Gurtführung besser gewährleistet, erklärte Willms. (ar/nic)

Der Beitrag Frauen sind Enscheider beim Autokauf wurde am Sonntag, den 12. November 2006 veröffentlicht

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