Biosprit Ethanol - wie fällt die Entscheidung - Autokauf überdenken

Die Debatte geht weiter. Nachdem der Bundesumweltminister seine Pläne zur Erhöhung des Bioethanol-Anteils unterbrach, äussern sich nun vielerorts Autoexperten dazu, die Angaben des VDIK - Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller - in Frage zu stellen. Der Verband gibt jetzt an, dass ca. 3.5 Millionen Fahrzeuge den neuen E-10-Sprit nicht vertragen. Fahrzeughalter müssten so ihre “Benziner” mit dem teueren Super-Plus beanken.

Der VDA - Verband der Automobilindustrie - sprach bisher nur von 375.000 Fahrzeugen und der ADAC von 1.500.000 betroffenen E10-unverträglichen Fahrzeugen.

Ursprünglich sollte die Ministerentscheidung zugunsten des E10Sprit fallen - Normal-Benzin durch einen höheren Ethanol-Wert anzureichern, wenn unter 1 Million Importfahrzeuge mit Benzinmotor dafür unverträglich sind.

Interessant dazu die Aussage des Direktors des Center Automotive Research (CAR) der Fachhochschule Gelsenkirchen, Dudenhöffer, laut dpa-Meldung: “Wir wissen, dass Seat und Skoda über VW-Technik verfügen. Wir wissen, dass Toyota nach eigenen Angaben keine Probleme sieht. Wir wissen, dass die Japaner und Koreaner ebenso wie Fiat, PSA (Peugeot und Citroen) und Renault stark in Südamerika vertreten sind, welcher ein Ethanol-Markt ist. Von daher muss man mehr als drei Fragezeichen hinter die Schätzung des VDIK machen”.

Ursprünglich sollte der Otto-Motor-Kraftstoff ab Herbst 2008 mit 10 Prozent Ethanol vermischt werden. So sollten CO2-Ausstösse bzw. Emissionen weiter gesenkt werden.

Quelle: dpa

Trackback URL für diesen Beitrag:

http://www.autoregional.de/trackback/80
Links & Tipps

Community Login